Die Irdische Sphäre

Die Irdische Sphäre ist der politische Oberbegriff für den von Menschen besiedelten Weltraum im Zyklus um den Tentakelkrieg. Die Sphäre umfasst neben der Zentralwelt Terra eine Reihe von Kolonialwelten, die kernwärts in Richtung Milchstraßenzentrum gelegen sind.

Politisch ist die Sphäre eine Oligarchie, d.h. die Herrschaft einer dünnen Oberschicht, die sich hinter dem Deckmantel einer Demokratie versteckt. Die Macht wird de facto geteilt zwischen einem politischen Gremium – dem sog. Direktorat – und dem Generalstab der Streitkräfte. Die Direktoren haben dabei zumindest theoretisch das letzte Wort. Sie sind die Sprecher der großen Handelsfamilien und ausgesuchter Planetenkonzerne, die in zumeist manipulierten Wahlen an ihre Ämter gekommen sind.

In der zweiten Trilogie hat sich das politische System der Sphäre – soweit sie überhaupt noch existiert – stark gewandelt. Letztlich ist sie in eine Militärdiktatur degeneriert.

Kurze Geschichte der Irdischen Sphäre:

2034 – das Team um den Wissenschaftler Prof. Dr. Hannes Goronski entdeckt eine Methode, künstliche Einstein-Rosen-Brücken zu errichten und damit den überlichtschnellen Flug theoretisch möglich zu machen.

2036 – abgeleitet aus den Ergebnissen Goronskis entwickelt ein Forscherteam am MIT den ersten autonomen SAL-Raumschiffantrieb.

2042 – das von der gerade etablierten Vereinten Regierung in Auftrag gegebene erste terranische SAL-Schiff, die Goronski, startet und fliegt erfolgreich ins Alpha Centauri-System

bis 2098 – SAL-Schiffe bringen Baukomponenten für E-R-Brücken in vorher ausgekundschaftete Sonnensysteme mit bewohnbaren Welten und zünden die Brücken, daraufhin wird überlichtschnelle Raumfahrt auch für Raumschiffe ohne SAL-Antrieb möglich.

bis 2116 – die ersten Handelsfamilien bilden sich. Die Vereinte Regierung macht dem Ersten Direktorat Platz, das noch eine gewisse demokratische Legitimation hat.

2122 – die Revolutionäre Partei bildet sich als Opposition gegen das immer undemokratischere Regime der Direktoren. Die 21. Kolonialwelt wird besiedelt.

2125 – die Revolutionäre Partei organisiert einen erfolglosen Aufstand gegen die Direktoren. Mehrere Kolonialwelten erklären sich daraufhin für unabhängig. Das Direktorium versinkt im Chaos. Der Oberbefehlshaber der Flotte, Admiral Marc Tarous, putscht und schwingt sich an die Macht. Der Erste Kolonialkrieg beginnt.

2129 – der Erste Kolonialkrieg endet mit der Niederlage der rebellischen Welten. Tarous lässt sich zum Direktor auf Lebenszeit ernennen und reorganisiert die Streitkräfte

2132 – mit der Freiheitsdeklaration rebellieren erneut Kolonialwelten, diesmal gegen die Diktatur von Tarous. Der Zweite Kolonialkrieg beginnt.

2135 – der Zweite Kolonialkrieg endet, Terra hat die eigene Übermacht mit Mühe verteidigt.

2136 – Marc Tarous fällt einem Attentat zum Opfer. Das Zweite Direktorat beginnt.

bis 2191 – die „Goldene Zeit“ des Zweiten Direktorats mit einem beispiellosen Wirtschaftsaufschwung. Die Expansionsphase wird abgeschlossen und die Kolonialwelten erhalten schrittweise innere Autonomie und eigene, gewählte Regierungen.

2192 – Beginn der Großen Depression. Das Zweite Direktorat beginnt, aus Angst vor Volksaufständen, die Kolonialwelten zugunsten der Zentralwelt ökonomisch auszuquetschen.

2194 – Als Reaktion beginnt sich, die „Koloniale Allianz“ als Geheimbund der Kolonien, zu gründen. Ein Langzeitplan für die endgültige Ablösung von der Mutterwelt wird erarbeitet.

bis 2209 – die Große Depression macht den Unterhalt der Handelslinien immer unprofitabler, ökonomischer und technologischer Rückschritt setzt ein, mit zwei Kolonialwelten wird der Kontakt abgebrochen.

2219 – der Dritte Kolonialkrieg beginnt mit einem konzertierten Angriff der Allianz.

2222 – das Direktorat ruft den allgemeinen Ausnahmezustand aus, der seitdem gilt und nie widerrufen wurde.

2226 – das Direktorat gewinnt im Krieg aufgrund des Verrates der Kolonialregierung von Danuba die Überhand und zwingt der Allianz Friedensverhandlungen auf. Ein Waffenstillstand wird vereinbart.

2228 – die Friedensverhandlungen beginnen auf Terra. Sie führen rasch in eine Sackgasse.

2229 – der Geheimdienst lässt alle Delegationen der Allianz auf Terra exekutieren. Gleichzeitig beginnt eine große Offensive der Sphärenflotte. Die Allianz kollabiert.

2231 – der Dritte Kolonialkrieg endet. Das Dritte Direktorium wird ausgerufen und völlig von den Handelsfamilien und wichtigen planetaren Konzernen beherrscht. Demokratie ist endgültig zu einem Feigenblatt verkommen, um die Herrschaft einer privilegierten Oberschicht zu legitimieren.

bis 2287 – das Dritte Direktorat festigt seine Herrschaft, zuhilfe kommt ihm ein moderater ökonomischer Aufschwung.

2298 – die Ermordung des beliebten Kolonialpolitikers Herdran Sentnik führt zur Auslösung des Vierten und bisher letzten Kolonialkrieges. Er verläuft aufgrund der sofort wieder zusammenbrechenden ökonomischen Rahmenbedingungen über mehr als 30 Jahre, mit vielen Kampfpausen und Waffenstillstanden. Er endet letztendlich durch die ausgesuchte Brutalität, mit der die Sphärenflotte unbotmäßige Kolonien in die Knie zwingt.

2331 – der Vierte Kolonialkrieg endet, die Kolonien und Terra sind ökonomisch völlig ausgeblutet.

2336 – die Handlung von „Tentakelschatten“ beginnt.

2337 – die Handlung von „Tentakelsturm“ endet.

ca. 150 Jahre später – die Handlung von „Tentakelwacht“ beginnt.

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